Dringender Regelungsbedarf in der Hanfindustrie

09.01.2024
Ein Gruppentreffen

Der dringende Regelungsbedarf in der Hanfindustrie

In der sich entwickelnden Landschaft der US-amerikanischen Hanfindustrie ist ein kritisches Problem aufgetreten: die unkontrollierte Verbreitung von Hanfprodukten, die berauschende Verbindungen wie Delta-8 THC enthalten. Diese Entwicklung stellt bedeutende Herausforderungen dar, nicht nur für die öffentliche Gesundheit, sondern auch für die Integrität der Hanfindustrie selbst. Da die Stakeholder die Prioritäten der Branche für den bevorstehenden US Farm Bill überprüfen, ist der Bedarf an einer kohärenten Strategie zur Bewältigung dieser berauschenden Produkte dringender denn je.

Die Aufsicht der Industrie: Der Elefant im Raum

Die jüngsten politischen Empfehlungen des US Hemp Roundtable, die zwar die Einheit unter den Handelskörpern hervorheben, weisen auffällig eine kohärente Herangehensweise an das kontroverse Thema der berauschenden Hanfprodukte auf. Diese Produkte, die einen Marihuana-ähnlichen Rausch auslösen können, werden durch die Veränderung von CBD im Labor hergestellt. Ihre weit verbreitete Verfügbarkeit und Anziehungskraft, insbesondere bei jüngeren Demografien, haben in verschiedenen Staaten zu Klagen und regulatorischen Herausforderungen geführt.

Die doppelte Gefahr der berauschenden Hanfprodukte

Die Verbreitung dieser Produkte birgt eine zweifache Gefahr. Erstens besteht eine erhebliche öffentliche Gesundheitsbedrohung. Einige Hersteller vermarkten diese berauschenden Cannabinoide, insbesondere Delta-8, in Verpackungen, die populäre Süssigkeitenmarken nachahmen, und ziehen damit ein jüngeres Publikum an. Zweitens bedroht der Anstieg dieser Produkte die Bemühungen der Pioniere der Hanfindustrie, die unermüdlich daran gearbeitet haben, Hanf von Marihuana zu unterscheiden. Die zunehmende Sichtbarkeit der berauschenden Hanfprodukte für die Öffentlichkeit und Regulierungsbehörden birgt das Risiko, diese Bemühungen zu untergraben und Investitionen und Entwicklungen in allen Hanfsektoren zu beeinträchtigen.

Die Reaktion der Industrie: Eine verpasste Gelegenheit

Trotz der wachsenden Bedenken war die kollektive Reaktion der 33 Gruppen unter dem US Hemp Roundtable mangelhaft. Es fehlt auffallend an einer realistischen Strategie für das Management dieser Produkte, eine Lücke, die die Position der Branche als verantwortungsbewusste Einheit, die sich dem Verbraucherschutz verpflichtet, untergräbt.

Regulatorische Herausforderungen und der Farm Bill von 2018

Der Farm Bill von 2018, ein Meilenstein für industriellen Hanf, hat die Legalisierung von berauschenden Produkten, die aus Hanf gewonnen werden, nicht vorhergesehen. Während das Gesetz Hanfderivate mit einem THC-Gehalt von nicht mehr als 0,3 Prozent erlaubte, öffnete es unbeabsichtigt eine Lücke für die Schaffung synthetischer, berauschender Cannabinoide. Diese Aufsicht hat zu einem semi-grauen Markt geführt und die regulatorische Landschaft weiter kompliziert.

Die Notwendigkeit klarer Leitplanken

Die Verzögerung des Farm Bill von 2023 bietet die Gelegenheit, das regulatorische Vakuum rund um CBD und seine berauschenden Derivate anzugehen. Idealerweise sollten diese Produkte ähnlich wie Marihuana reguliert werden, mit strengen Herstellungs-, Kennzeichnungs- und Vertriebsstandards. Sicherzustellen, dass diese Produkte auf lizenzierte Apotheken beschränkt und nicht für Kinder zugänglich sind, ist von grösster Bedeutung.

Einen Weg nach vorne aufzeichnen: Industrieverantwortung und Verbrauchersicherheit

Bis der CBD-Sektor seine Fähigkeit zur effektiven Selbstregulierung unter Beweis stellt, ist eine bundesstaatliche und staatliche Aufsicht unerlässlich, um die Verbraucher zu schützen und das öffentliche Vertrauen wiederherzustellen. Der Schwerpunkt sollte nicht auf Regulierung als Strafmassnahme liegen, sondern als Mittel zur Etablierung verantwortungsvoller Praktiken und Standards. Der aktuelle Stand der Dinge unterstreicht die Unfähigkeit der Industrie zur Selbstregulierung und hebt die Notwendigkeit einer robusten externen Aufsicht hervor.

  • Die Auseinandersetzung mit den öffentlichen Gesundheitsbedenken, die durch berauschende Hanfprodukte entstehen
  • Das Verständnis der regulatorischen Lücken und Herausforderungen in der Hanfindustrie
  • Die Betonung der Notwendigkeit verantwortungsvoller Industriepraktiken und Verbrauchersicherheit
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Robin Roy Krigslund-Hansen

Robin Roy Krigslund-Hansen

Über den Autor:

Robin Roy Krigslund-Hansen ist bekannt für sein umfangreiches Wissen und seine Expertise in den Bereichen CBD und Hanfproduktion. Mit einer Karriere, die sich über mehr als ein Jahrzehnt in der Cannabisbranche erstreckt, hat er sein Leben dem Verständnis der Feinheiten dieser Pflanzen und ihrer potenziellen Vorteile für die menschliche Gesundheit und die Umwelt gewidmet. Im Laufe der Jahre hat Robin unermüdlich daran gearbeitet, die vollständige Legalisierung von Hanf in Europa zu fördern. Seine Faszination für die Vielseitigkeit der Pflanze und ihr Potenzial für eine nachhaltige Produktion veranlasste ihn, eine Karriere in diesem Bereich anzustreben.

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