Wachsender Cannabiskonsum und Opioid-Probleme

08.01.2024
Eine Gruppe von Freunden chillt im Freien

Globaler Cannabiskonsum: Ein steigender Trend

Der “Welt-Drogenbericht 2023” der Vereinten Nationen hebt einen bedeutenden globalen Trend hervor: Cannabis bleibt die weltweit am meisten konsumierte Substanz. Der Bericht zeigt, dass der Cannabiskonsum nicht nur weit verbreitet ist, sondern auch steigt, mit geschätzten 219 Millionen Nutzern weltweit im Jahr 2021.

Die Geschlechterkluft beim Cannabiskonsum

Interessanterweise weist der Bericht auf eine Geschlechterkluft beim Cannabiskonsum hin. Während die Mehrheit der Konsumenten Männer sind (etwa 70%), verringert sich diese Lücke in einigen Regionen, insbesondere in Nordamerika, wo Frauen 42% der Cannabiskonsumenten ausmachen.

Opioide: Die schädlichste Substanzgruppe

Im Gegensatz zu Cannabis sind Opioide weiterhin die schädlichste Substanzgruppe und tragen erheblich zu drogenbedingten Schäden bei, einschliesslich tödlicher Überdosierungen. Dies zeigt sich besonders in den Vereinigten Staaten, die seit über zwei Jahrzehnten mit einer Opioid-Epidemie zu kämpfen haben.

Drogenkonsum und Überdosis-Trends in den Vereinigten Staaten

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichten von einem alarmierenden Anstieg der Drogentodesfälle in den USA, wobei Opioide einen wesentlichen Beitrag leisten. Der Anstieg der Todesfälle durch Opioid-Überdosierung gliedert sich in drei Wellen, beginnend mit der verstärkten Verschreibung in den 1990er Jahren bis zum jüngsten Anstieg der Todesfälle, die mit synthetischen Opioiden wie Fentanyl in Verbindung stehen.

Globaler Opioidkonsum und seine Folgen

Weltweit gab es 2021 schätzungsweise 60 Millionen Menschen, die nicht medizinisch begründet Opioide konsumierten, wobei Opioide weiterhin die Hauptursache für tödliche Überdosierungen sind. Opioidgebrauchsstörungen waren 2019 für die meisten der durch vorzeitigen Tod und Behinderung verlorenen gesunden Lebensjahre verantwortlich.

Regionale Unterschiede im primären Drogenkonsum

Der UN-Bericht bietet eine detaillierte regionale Aufschlüsselung des Drogenkonsums. Während Opioide in den meisten Teilen Europas und Asiens die am häufigsten konsumierte Primärdroge von Personen in Drogenbehandlung sind, ist es in Lateinamerika Kokain und in Teilen Afrikas sowie Ost- und Südostasien Cannabis bzw. Methamphetamin.

Intravenöser Drogenkonsum: Eine wachsende Besorgnis

Ein weiterer besorgniserregender Trend ist der Anstieg des intravenösen Drogenkonsums, mit geschätzten 13,2 Millionen Menschen, die 2021 Drogen injizierten. Dies entspricht einem Anstieg von 18% gegenüber 2020, wobei Osteuropa und Nordamerika die höchste Prävalenz von Menschen aufweisen, die Drogen injizieren.

Der “Welt-Drogenbericht 2023” der Vereinten Nationen zeichnet ein umfassendes Bild der globalen Drogentrends. Cannabis bleibt die am weitesten verbreitete Substanz, während Opioide weiterhin den grössten Schaden verursachen. Die Erkenntnisse des Berichts sind entscheidend für die Gestaltung effektiver Drogenpolitik und öffentlicher Gesundheitsstrategien weltweit.

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Robin Roy Krigslund-Hansen

Robin Roy Krigslund-Hansen

Über den Autor:

Robin Roy Krigslund-Hansen ist bekannt für sein umfangreiches Wissen und seine Expertise in den Bereichen CBD und Hanfproduktion. Mit einer Karriere, die sich über mehr als ein Jahrzehnt in der Cannabisbranche erstreckt, hat er sein Leben dem Verständnis der Feinheiten dieser Pflanzen und ihrer potenziellen Vorteile für die menschliche Gesundheit und die Umwelt gewidmet. Im Laufe der Jahre hat Robin unermüdlich daran gearbeitet, die vollständige Legalisierung von Hanf in Europa zu fördern. Seine Faszination für die Vielseitigkeit der Pflanze und ihr Potenzial für eine nachhaltige Produktion veranlasste ihn, eine Karriere in diesem Bereich anzustreben.

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